Durchs Indianerreservat

Veröffentlicht auf von AnNiMo

Da wir hier ja im Wilden Westen unterwegs sind, möchte ich unsere heutige Route so beschreiben: Zuerst ritten wir durch Navajo Gebiet, dann durch das Hopi-Reservat und schlußendlich versorgten wir unser Pferde (= unseren Nissan SUV aufgetankt) auf dem Apachen Land.
Aber alles der Reihe nach.
Ca. 30 Meilen nach unserem gestrigen Quatier in Tuba City, bogen wir auf eine Dirt Road (Sandpiste) ab. Dann gings,verfolgt von einer dicken Staubwolke, ca. 15 Meilen zu einem eher unbekannten Canyon. Die 5 Padres wir diese Felsformation genannt. Wir nennen die Felsen einfach Zipfelmützen.
Das ganze wird aus weichen Sandstein gebildet, dem man in der Hand zerbröseln kann. Der Sandstein wird von Wind und Regen stetig abgetragen und darunter kommen dann die härteren Gesteinsschichten hevor.

 


Beim Zurückfahren haben wir dann unseren Sohnemann ein paar Meilen lenken lassen, was er gar nicht schlecht gemacht hat. Zur Beruhigung sei gesagt daß wir es unfallfrei überstanden haben und das im Umkreis von 25 Meilen keine Menschenseele zu sehen war.



Dann gings vorbei an ein paar Indianersiedlungen. Die sind schlicht und einfach armselig. Zum Teil nur ein paar alte Mobile Homes, Holzbaracken und bessere Stadeln. Rund um die Häuser schauts auch alles andere als gepflegt aus. Kein Garten vorm Haus, überall stehen alte Autos und Maschinen herum. Mann hat den Eindruck das die Besitzer die Gefährte, dort wo sie ' verreckt ' sind, einfach stehen gelassen haben. Aber jede Behausung hat eine Sat-Schüssel ! Geschäfte gibts fast keine, schon gar keinen Supermarkt. Einzig die Schulgebäude stechen hervor, die schauen recht anständig aus. Wilkommen im anderen Amerika.

Nächster Stopp war dann die Painted Desert ( Bunte Wüste) und der Petrified Forrest ( Versteinerter Wald). Die Painted Desert schaut unheimlich toll aus.



Im Petrified Forrest kommen überall versteinerte Holzstämme aus dem Boden hervor. Grund ist die Erosion die die weichen Schichten im Laufe der Millionen Jahre abträgt. Leider wurde um 1900 sehr viel der wertvollen Stücke gestohlen und als Souvinier verkauft.



Nach dem heutigen Trip schlugen wir unser Nachtlager in Winslow auf. Und was sahen da Nicos müden Augen? Einen Rummelplatz mit allerhand Fahrgeschäfte. Natürlich haben wir diese dann einem Qualitätstest unterzogen. Fazit: ein bisserl veraltet aber rech amüsant.



Alles in allem haben wir bisher ein bisserl über 1000 km hinter uns gebracht, Bei den super ausgebauten Highways aber alles kein Problem.

Die Bauernregel zum Tag:

Ein Haufen Rothäute und versteinerte Bahm,
do herüm ist es so aunders wia daham!

AnNiMo

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post