Die größte Schlucht der Welt und die Rache des roten Mannes

Veröffentlicht auf von AnNiMo

Von Willams aus gings heute Richtung Grand Canyon. Vor der Abfahrt haben wir uns allerdings nochmals eine Western Show angeschaut. Dabei haben wir gedacht wir spinnen! Da spielt doch glatt unser Nachbar, der Jagersberger Christian Senior, den Sherrif !!!

Zumindest hat der dem Christian sehr ähnlich geschaut, hätte mich auch überrascht daß er so akzentfrei Englisch spricht. Die Geschichte hat sich von der gestrigen nicht dramatisch unterschieden, am Schluß hat der Christian alle Bösewichte erschossen. Das Spektakel hat neben den Bahnhof stattgefunden, von wo man mit einem historischen Zug zum Grand Canyon fahren kann.
Dann gings aber wirklich zur großen Schlucht. Die unglaubliche Größe des Grand Canyon ist schon sehr beindruckend. Stellenweise kannst du dort sogar auf die Felskanten rausgehen, für Höhenkranke allerdings nicht zu empfehlen. Es gibt gar nicht sehr viele Stellen wo man schön auf den Colorado River sieht, die paar Stellen sind dafür sehr spektakulär. Das Wetter hat auch perfekt gepaßt.




Nach dem Grand Canyon gings Nord-östlich zum Städtchen Tuba City. auf den ca. 80 Meilen dorthin kommt man an gezählten 2 Ortschaften vorbei, die man eher als Siedlungen bezeichnen kann. Auf Deutsch: a tote Hund Gegend! Und wir haben auch tatsächlich 2 tote Hunde im Straßenrand liegen sehen, ohne Schmäh. Wahrscheinlich haben sie sich freiwillig vor ein Auto geschmissen, weils hier so faaaad ist.
Dann kamen wir endlich an unser heutiges Ziel, Tuba City. Wir fragten im einzigen vernünftigen Motel am Platz, dem Quality Inn. Qualität hatte dann auch der Preis den wir zahlen mußten: 113 $. Das ist für einen Samstag in dieser Gegend heftig! Hab ich schon erwähnt daß wir am Rande eines Indianer Reservat übernachten? Die Einwohner Tuba Citys sind geschätzt 90 % Indianer. Unser Übernachtungspreis dürfte also die späte Rache des roten Mannes an dem weißen Mann sein.
Wir haben dann noch einen kleinen Trip zu versteinerten Dinosauriarspuren gemacht. Ein Indianer (was sonst) hat uns dann kostenlos die besten Stellen gezeigt. Naja, ganz umsonst wars nicht, er hat ein Trinkgeld akzeptiert.

War wirklich eine coole Sache. Unser Sohnemann schwärmt jetzt noch immer von den versteinerten Dino-Haufen (bei den Kühen würde man von Kuhfladen reden). Die sehen auch nach 150 Millionen Jahren noch ziemlich echt aus!


Nicos Fuß steht gerade in einem Raptor-Abdruck, davon gabs Dutzende. Sogar ein Abdruck von einem T-Rex war dabei!

Zum Abschluß möchte ich noch eine Tradition vom Urlaubsblog vom Vorjahr vortsetzten, die Bauernregel zum Tag:

In Tuba City , ihr werdet es nicht glauben,
tun wahnsinnig viele Indianer rumlaufen.
Dinosaurierspuren haben' s da auch jede Menge,
nur an Motel's gibts da kein Gedränge.
Wer glaubt daß Lunz a verschlofenes Dorf is,
Der war in Tuba City nu net, gaunz Gwiß!

AnNiMo

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