Eine amerikanische Baumschule

Veröffentlicht auf von AnNiMo

Heute wählten wir einen kleinen Umweg um nach Palm Springs zu kommen. Am Interstate 10 wäre es wesentlich kürzer gewesen, aber auch ziemlich fad.
Also fuhren wir über die 78, die sich als sehr interessant herausstellte. Die gute Straße wurde nämlich zur Buckelpiste, was recht witzig war. Es schaut aber schlimmer aus als es war, Speibsackerl haben wir keine gebraucht.



Dann tauchten plötzlich riesige Sanddünen auf. Natürlich führte, ganz nach amerikanischer Art, der Highway mitten durch die Sandhaufen. Neben der Straße hab ich dann eine Pistenraupe entdeckt, falls es mal schneit. Nein Quatsch, damit ziehen sie die vielen Hobby-Rallyfahrer aus den Dünen die stecken geblieben sind. Spuren im Sand sieht man hier nämlich genug.



Runter von den Dünen, ein paar Meilen gefahren, und es wurde grün. Da wurde nämlich fleißig bewässert und schon sah man Felder soweit das Auge reichte. Wahrscheinlich kriegen die das Wasser aus den Bergen, nur vom Grundwasser kann ich mir das schwer vorstellen.
Teilweise verlief neben der Starße eine Bahnlinie wo gelegntlich Güterzüge unterwegs waren. Teilweise hatten die bis zu 4 Loks die über 60 Waggons zogen. Hier herüben ist nämlich wirklich alles größer, länger, stärker,...
Nach ca. 1 Stunde tauchte dann ein riesiger Salzsee auf. Der Salzsee war wesentlich größer als der Neusiedlersee! Rundherum war nur Wüste.



Zum Baden hat der See allerdings nicht unbedingt eingeladen, der roch schon ziemlich salzig und war auch bacherlwarm. Die Fischer im Bild haben ständig irgendwelche Fische rausgefangen, also war doch Leben drinnen.
Am nördlichen Ende gings dann wieder mit der Bewässerung los: Zitronen, Wein und Palmenplantagen in Hülle und Fülle.



Wir fragten uns wo in Herrgotts Namen soviele Palmen benötigt werden? Essen die in Amerika soviel Datteln? Die Antwort bekamen wir dann in den nahegelegenen Städten Palm Desert und Palm Springs. Da ist zum Beispiel die Hauptstraße gesäumt von Palmen. Daher auch der Name der Straße: Palm Canyon. In den beiden Städten stehen tausende Palmen herum, ganz abgesehen von den vielen herrlichen Gartenanlagen der Gstopften, Verzeihung, wohl betuchten Einwohnern. Von den Gstopften, Tschuldigung, finanziell Unabhängigen, gibt es hier jede Menge.



Im Hollyday Inn haben wir dann eine tolle Bleibe gefunden und den Pool ausgiebig genutzt. Die Temperaturen waren wieder weit über 30 Grad Celsius und der Pool war keine Erfrischung. Der war nämlich geheizt und hatte sicher 28 -30 Grad!



Das hat unseren Nico so sehr getaugt, daß er am Abend als es schon finster war, nochmal hineingesprungen ist.
richtig so, es ist ja Urlaub!

Morgen gehts dann an die Pazifikküste,
see you, AnNiMo
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